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Anmeldedatum: 20.01.2007 Beiträge: 7
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Verfasst am: 20.01.2007, 23:54 Titel: Elektronik made in Germany läuft wieder |
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Den Trend zum Flachbildschirm hatte Loewe anfangs verschlafen - deswegen rutschte die fränkische Traditionsfirma vor Jahren in die roten Zahlen. Inzwischen ist die Wende geschafft, 2006 haben die Franken ihre Prognosen übertroffen - auch dank der Fußball-WM.
Loewe will trotz weiter sinkender Preise für Flachbildschirmfernseher seinen Gewinn im laufenden Jahr weiter steigern. "Für das Gesamtjahr 2007 rechnen wir mit einem Umsatzwachstum von rund zehn Prozent auf 380 Millionen Euro und einer Ergebnisverbesserung beim Ebit von mindestens 20 Prozent auf 16 bis 18 Millionen Euro", erklärte Firmenchef Rainer Hecker am Montag. Im Gegensatz zu 2006 werde der Loewe-Absatz vor allem in der zweiten Jahreshälfte zulegen. Die Franken peilen an, ihre Rendite weiter zu steigern. Auch eine sinkende Zinslast soll dabei helfen. "Die Zinszahlungen werden viel geringer ausfallen als in der Vergangenheit", sagte Finanzvorstand Oliver Seidl in einer Telefonkonferenz.
Loewe-Chef Hecker mit Flachbildschirm (2006): Vertriebsoffensive geplant
Im abgelaufenen Jahr war das Betriebsergebnis des Kronacher Traditionsunternehmens um 11,1 Millionen Euro auf 13,2 Millionen Euro gewachsen und übertraf damit die Prognosen des Vorstands: Zuletzt hatte Loewe zwölf Millionen Euro vorausgesagt. Der Umsatz 2006 habe verglichen mit dem Vorjahr um sieben Prozent auf 341 Millionen Euro zugelegt. Loewe führte das Wachstum auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Flachbildschirm-Fernsehern und den Absatzschub durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zurück.
"Loewe hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr positiv entwickelt und wächst weiter profitabel", erklärte Hecker. Die Gewinnmarge habe überproportional zum Umsatz zugelegt, da sich das fränkische Unternehmen weitgehend dem Preisdruck der Branche habe entziehen können, hieß es.
Für das laufende Jahr geht Finanzvorstand Seidl davon aus, dass die Verkaufspreise für LCD-Fernseher zwischen 15 und 20 Prozent nachgeben werden. Mit renditeträchtigen Großbildschirmen, Lautsprechersystemen sowie integrierten Receivern und Rekordern wolle Loewe auch in diesem Jahr dem stetigen Preisverfall in der Branche trotzen. Die angehobene Mehrwertsteuer werde dem Unternehmen das Geschäft voraussichtlich nicht verhageln, sagte Seidl in einer Telefonkonferenz. Auch die gut drei Millionen Euro, die das Unternehmen zusätzlich an seine Mitarbeiter ausschütten will, sollen der Prognose nichts anhaben. Loewe zahlt seinen Beschäftigten im Mai den Gehaltsverzicht des Jahres 2004 mit einer Verzinsung von 25 Prozent zurück.
Marktstellung in England und Frankreich stärken
In den kommenden Monaten will Loewe eine Vertriebsoffensive starten. Rund 100 Millionen Euro will die Firma in den Ausbau ihrer Läden und Verkaufsflächen bei Händlern stecken, um vor allem in Frankreich und Großbritannien Marktanteile zu gewinnen, sagte Hecker. Noch im laufenden Quartal soll ein Loewe-Fernseher mit integriertem Festplattenrekorder auf den Markt kommen, der auch das hochauflösende HDTV-Signal aufzeichnen kann. "Unser Ziel ist es, das Profil der Marke weiter zu schärfen. Dabei steht eine positive Margenentwicklung gegenüber der reinen Umsatzausweitung im Vordergrund", sagte Hecker.
Der Aktienmarkt nahm die Prognose, die Hecker als "erste, frühe Vorausschau" bezeichnete, mit Skepsis auf. "Der Ausblick für 2007 sollte als ziemlich konservative Management-Aussage interpretiert werden", schrieb Ingbert Faust von Equinet.
Im frühen Handel hatte die im SDax gelistete Loewe-Aktie um knapp fünf Prozent nachgegeben, gegen Mittag notierte sie noch 1,4 Prozent tiefer bei 17,80 Euro. "In dem Markt für Flachbildschirme wird es in absehbarer Zeit einen erheblichen Margendruck geben, und Loewe muss erst einmal nachweisen, dass die dann noch gutes Geld verdienen können", sagte ein Händler. |
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